Anlagen des Verbandes

Der Verband verfügt über eine Gewässerlänge von etwa 275 km.
Durch den Höhenunterschied von der Gemarkung Spekendorf im Landkreis Aurich bis zum Schöpfwerk in Harlesiel von ca. 13 Meter werden
58 Stauanlagen unterhalten. Dazu kommen noch
3 Sohlgleiten
2 Rechenanlagen
1 Schöpfwerk in Harlesiel
sowie der Betriebshof und die Werkstatt in Wittmund.

Die wichtigste bauliche Anlage ist das Mündungsschöpfwerk in Harlesiel

Das Schöpfwerk wurde in den Jahren 1953 bis 1956 mit einem Kostenaufwand von 12,5 Mio. DM erbaut. Direkt am Schöpfwerk befindet sich die Schleuse zum Binnenhafen Harlesiel mit der Durchfahrt zum Museumshafen in Carolinensiel. Das Schöpfwerk ist 1993 mit drei neuen leistungsfähigen Pumpen ausgestattet worden. Jede Pumpe kann in der Sekunde 8 m³ Wasser von der Harle in die Nordsee pumpen. Fürdrei Pumpen ergibt das in der Stunde eine Wassermenge von 86.400 Kubikmetern gleich 86 Mio. Liter.

Im Jahre 2011 sind diese Pumpen nach einer Revision optimiert worden. Gleichzeitig erhielt das Schöpfwerk auc h eine EDV-gestützte Steuerung. Vorher durfte nur gepumpt werden, wenn das Außenwasser etwa einen 60 cm höheren Stand erreichte als das Binnenwasser. Jetzt dürfen auch bei Niedrigwasser alle Pumpen laufen. Hierdurch verlängern sich die Laufzeiten um vier Stunden. Das sind bei 3 Pumpen 12 Stunden pro Tag. Nehmen wir die o.a. Wassermenge ergibt das ein Gesamtplus gegenüber vorher von etwa einer Milliarde Liter (1 Mio. m³) Oberflächenwasser. Schon im gleichen Jahr hat sich bei einem Starkregen diese Verbesserung sehr bemerkbar gemacht. Räumlich dargestellt ergibt diese Verbesserung eine zusätzliche Tagesleistung von einem Quadratkilometer mit einer Einspeisehöhe von einem Meter.

Der Schöpfwerksmeister Ihno Flessner und sein Stellvertreter Dennis Pelka

Technische Angaben zum Schöpfwerk und den Schöpfwerkspumpen

Rechenanlage in Isums und in Harlesiel

Bei der Stauanlage in Isums und direkt vor den Schöpfwerkspumpen in Harlesiel befinden sich die Rechenreinigungsanlagen des Verbandes. Diese Anlagen haben den Zweck, in das Gewässer schwimmende Rückstände der Mahd und sonstiges Unrat zu entfernen, damit die Wasserqualität nicht verschlechtert wird und die Schöpfwerkspumpen nicht durch größere Gegenstände beschädigt werden. Die Anlagen können manuell und automatisiert bedient und gesteuert werden. Über den Anlagen hängen Greifer, die automatisch das Mähgut aus dem Wasser holen und seitlich ablagern. Die Rückstände werden dann sortiert und umweltgerecht entsorgt.

 
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